Was gibt es schöneres für Kinder, wenn der Abenteuer-Spielplatz im eigenen Garten ist? Richtig! Nix! Und wenn man die Kleinen dann bei der Gelegenheit fragt, was dieser Spielplatz alles haben soll, dann wird die Liste schnell lang. Angesagt sind Schaukel, Rutsche, was zum Klettern und natürlich einen Sandkasten. Wenn man dann als Vollblutpapa und Semi-Handwerker vom Dienst die eigenen Ansprüche noch hinzu nimmt, kann das ein Projekt ungeahnten Ausmaßes werden.
Leider gab es schon bei den ersten Überlegungen limitierende Faktoren, wie Zeitmangel u.ä., die mich schnell Weg vom eigenen Entwurf hin zu einem Baukastenprinzip für Spieltürme gebracht hat.
Bei der Recherche nach Anbietern von Spieltürmen ist mir das Angebot von Winnetoo besonders aufgefallen. Der Anbieter bietet nicht nur eine ganze Reihe von Modulen für zwei verschieden große Spieltürme, sondern auch einen Online-3D-Planer, mit dem man fantasievolle Spiel- und KLetteranlagen entwerfen kann. Die Artikelliste mit Preisen und der verfügbare Platz im Garten bremsen einen dann aber schnell wieder ein. Trotzdem konnte mein Entwurf alle Kriterien des Nachwuchses erfüllen – außer der Sandkasten. Der war schon da.
Nach kurzer Lieferzeit wurden alle Materialien, wie Holzbalken und -bretter, Schrauben, Beschläge und anderweitiges Zubehör, durch einen lokalen Holzhändler angeliefert. Trotz der individuellen Zusammenstellung war die beiliegende Aufbauanleitung sehr ausführlich und das notwendige Werkzeug beschränkt sich auf ein Minimum.
Nach ausführlichem Studium der Bauanleitung ging es dann rann ans Werk. Die einzelnen Balken ließen sich sehr gut mit den Spax-Systemschrauben verbinden. Lediglich ein Pfosten war leicht verzogen. Das lies sich aber mit Hilfe einer Dachlatte richten. Der Turm wurde erst einmal liegend aufgebaut. Die Enden der senkrechten Ständerpfosten wurden unten mit Dachlatten verbunden, damit der Turm sich beim Aufrichten nicht zu stark verzieht und um ihn später “schwebend” über den Fundamentlöchern ausrichten zu können.
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Bevor nun einfach die Fundamentlöcher ausgehoben werden, sollte man sich überlegen, wo der Spielturm am besten im Garten stehen soll. Genügend Abstand zum Nachbarn sollte schon sein, sonst verfängt sich der Sprössling beim Schaukeln schnell im Zaun.
Die Löcher selbst sind wieder wie beim Projekt “Gartenhaus” mit Hilfe eines Hochdruckreinigers und einer Dreckfräse ausgespült worden. Anschließend galt es den Turm aufzurichten und über den Löchern zu platzieren, in die Waage zu bringen und so zu unterfüttern, dass die Holzständer später keinen direkten Kontakt zum Boden haben. Jetzt nur noch die Löcher mit Mörtel/Beton verfüllen und lange genug aushärten lassen, bevor es mit den nächsten Schritten weitergeht.
Da das Ausrichten des eigentlichen Turms schon anspruchsvoll genug war, wurde der Schaukelbalken nachträglich montiert und im Fundament verankert. Die Löcher für die Schaukelhaken wurden nachträglich gesetzt, um die Sicherheitsabstände zum Turm und dem A-Teil einhalten zu können. Die Kleinen sollen sich ja beim Schaukeln nicht im Gerüst verfangen.
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Einziger Kritikpunkt an der Konstruktion ist die Leiter. Diese soll normalerweise senkrecht am Turm montiert werden. Für Kinder unter drei Jahren ist das etwas zu steil und zu unsicher. Also wurde kurzerhand die Leiter umgebaut. Zwei neue Wangen zurecht sägen, mit einem Forstnerbohrer die Vertiefungen für die Sprossen setzen und eine neue Sprosse aus Hartholz (Buche) zuschneiden. Nun hat man eine Leiter, die auch ein Zweijähriger besteigen kann, ohne dass man als Eltern in Angst leben muss.
Nachdem nun das Grundgerüst stand, wurde nun der Boden eingezogen, die Brüstung mit Brettern versehen, die Schaukel aufgehangen und die Rutsche montiert.
Als letztes (ein Jahr später) wurde dem Spielturm noch ein Anstrich verpasst – natürlich passend zum Gartenhaus!
Bildergalerie “Winnetoo Spielturm”